Der Ernst des Lebens beginnt (nein, die Schule war nur das Warm-Up). Man kommt in das Alter, in dem die erste Verantwortung übernommen werden sollte. Und damit ändern sich auch die Grundlagen für den Versicherungbedarf.

 

Die Altersvorsorge - je früher desto besser

Spätestens wenn das eigene Geld verdient wird, sollte man für die Rente vorsorgen, denn der Staat leistet das nicht mehr. Mittlerweile ist quasi jedem Bürger klar, dass er selbst vorsorgen muss. Die Beiträge sind wesentlich günstiger, je früher Sie beginnen (siehe auch der Hinweis bei Kindheit, Schule & Studium). Es muss nicht viel sein, was Sie mtl. dafür investieren sollten, aber tun Sie es wenigstens und schieben Sie Ihre eigene Altersvorsorge nicht auf die lange Bank. Für jedes Jahr das Sie später beginnen, müssen Sie deutlich mehr investieren.

Berufsunfähigkeitsversicherung - ein Viertel aller Arbeitnehmer wird berufsunfähig.

Ihre eigene Arbeitskraft und damit die körperliche (oder auch geistige) Fähigkeit sind das Einzige, womit Sie das Leben finanzieren. Es gilt diese Arbeitskraft abzusichern. Wo die Unfallversicherung nur im Falle eines Unfalls hilft, sind bei der Berufsunfähigkeit auch Krankheiten mitversichert, die zum dauerhaften Verlust des Arbeitsplatzes führen können.

Wichtigster Punkt der BU (Berufsunfähigkeitsversicherung): Sie bekommen Versicherungsschutz nur solange Sie noch gesund sind. Also nicht lange warten, wenn der erste Bandscheibenvorfall mal passiert ist oder das Kniegelenk Probleme bereitet, dann wird es schwer, die BU-Absicherung ohne Ausschlüsse oder Risikozuschläge abzuschliessen. 

Achten Sie darauf, dass Sie in Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung weder "abstrakt" noch "konkret" verweisbar sind. Was bedeutet das? 

Abstrake Verweisung

Eine Berufsunfähigkeit liegt immer dann vor, wenn Sie dauerhaft, also länger als 6 Monate, nicht in der Lage sind aufgrund von Krankheit, Verletzung oder Kräfteverfall Ihren bisherigen Beruf auszuüben oder eine andere, Ihren Fähigkeiten und Erfahrungen angemessenen Tätigkeit ausüben können, welche Ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht. Kommt es zu einem Schadensfall, kann die Versicherung Sie bei dieser Formulierung auf irgendeinen anderen „angemessenen Beruf verweisen“. Allerdings nur, sofern er den Fähigkeiten entspricht und nicht wesentlich schlechter bezahlt ist. Ob Sie einen solchen Arbeitsplatz tatsächlich bekommen, ist dafür unerheblich. Die Versicherung muss nicht leisten.

Konkrete Verweisung

Eine konkrete Verweisung liegt vor, wenn der Versicherungsnehmer zwar seinen erlernten oder bisher ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann, aber aktuell einer anderen beruflichen Tätigkeit nachgeht, welche seinen Kenntnissen und Fähigkeiten sowie seiner bisherigen Lebensstellung entspricht. Damit ist der Versicherungsnehmer noch schlechter gestellt als bei der abstrakten Verweisung.
 

Rechtsschutzversicherung - Auch an das Arbeitsrecht denken

Die berufliche Situation wird immer schwieriger. Die dauerhafte Stelle bei einem einzigen Arbeitgeber von Ausbildung bis Rente ist heute utopisch. Oftmals müssen Unternehmen gewechselt werden, weil Abteilungen oder ganze Werke schliessen müssen oder es kommt vor, dass Gehaltszahlungen verspätet oder gar nicht erfolgen. Wer sich (oftmals zu Recht!) ungerecht behandelt fühlt, sollte den Gang zum Anwalt nicht scheuen. Hierbei hilft die Rechtsschutzversicherung. Aber auch in vielen weiteren Punkten:

Der Privatrechtsschutz gilt für alle privaten Bereiche des Lebens, der Verkehrsrechtsschutz ist hilfreich für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, der Rechtsschutz für Mieter und Vermieter schützt bei Streitigkeiten um die gemietete Wohneinheit und der Straf-Rechtsschutz leistet der in der Regel auch beim Vorwurf einer fahrlässig begangenen oder vorsätzlichen Straftat.

 

Wenn Sie mehr über die o.g. Versicherungen wissen möchten, können Sie hier weiter lesen: